Positionspapiere des VÖL
Stellungnahme zum Vorschlag einer EU-Verordnung betreffend Dekarbonisierung von Unternehmensflotten
26.01.2025
Der Kommissionsvorschlag zur Dekarbonisierung von Unternehmensflotten ist in der vorliegenden Form rechtlich und ökonomisch problematisch. Er verzerrt den Wettbewerb durch größenabhängige Verpflichtungen und beruht auf einer methodisch unzureichenden Folgenabschätzung. Verbindliche Zielvorgaben werden gesetzt, ohne eine ausreichende Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Für eine wirksame Dekarbonisierung von Unternehmensflotten erachten wir kohärente Rahmenbedingungen, technologieoffene Strategien und marktkonforme Anreize als zielführender.
Stellungnahme zum Abänderungsantrag zum Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 Teil Steuern iZm der NoVA-Rückvergütung
05.12.2025
Die vorgeschlagenen Änderungen im Abänderungsantrag sehen wir als ersten Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wurden die Standortnachteile für österreichische Leasinggesellschaften im Abänderungsantrag nicht beseitigt, sondern nur etwas gemildert und neu verpackt. Der Abänderungsantrag bedeutet daher nach wie vor massive Kollateralschäden für die Leasingwirtschaft und ist aus den im Positionspapier angeführten entschieden abzulehnen.
Stellungnahme zur geplanten Streichung der NoVA-Rückvergütung (§ 12a NoVAG)
26.11.2025
Die vorgeschlagene Maßnahme der Streichung der NoVA-Rückvergütung zur Verhinderung missbräuchlicher Auslandsverkäufe von KFZ verursacht massive Kollateralschäden und ist aus den im Positionspapier angeführten Gründen entschieden abzulehnen.
Positionspapier zur Überarbeitung der Genehmigungsanforderungen für Staatliche Beihilfen (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung)
30.09.2025
Die aktuelle Formulierung der AGVO benachteiligt Finanzierungsleasing durch Vorgaben wie den verpflichtenden Eigentumserwerb. Operatives Leasing und Rückmietverkäufe werden kategorisch ausgeschlossen. Dies führt zu höheren Kosten, eingeschränkter Flexibilität und Wettbewerbsnachteilen gegenüber Krediten. Leasing ist ein Schlüssel zur Investitionstätigkeit in Österreich. Damit dieses Potenzial nicht verschenkt wird, müssen die EU-Beihilferegeln dringend angepasst werden.
Positionspapier zur Ausgestaltung des Investitionsfreibetrags (IFB)
10.09.2025
Durch den Ausschluss von Leasingfinanzierungen vom Investitionsfreibetrag wird ein wesentliches Finanzierungsinstrument österreichischer KMU benachteiligt. Das bringt negative Folgen für die Investitionstätigkeit, Klimaziele und die wirtschaftliche Erholung. Wir appellieren daher den IFB so auszugestalten, dass Leasing gleichberechtigt neben Kaufinvestitionen steht.
Positionspapier zur Initiative zur Dekarbonisierung von Unternehmensflotten
29.07.2025
Die Leasingbranche steht bereit, einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs zu leisten. Der vorliegende Vorschlag setzt jedoch auf Zwang statt Motivation, ist unausgewogen und gefährdet bestehende Marktmechanismen, ohne die notwendige Infrastruktur oder gesellschaftliche Akzeptanz sicherzustellen. Um die Mobilitätswende erfolgreich zu vollziehen, braucht es keine Zwangs-Quoten, sondern eine gezielte Förderung des Gebrauchtmarkts für E-Fahrzeuge, eine klare politische Kommunikation, Fördermodelle, die Leasing berücksichtigen, sowie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur.
Stellungnahme zur Stellungnahme der Bundesarbeiterkammer zum Rohentwurf zum neuen VKrG
11.03.2025
Die Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie 2023 birgt das Potential von Überregulierungen, welche steigende Kosten für Kreditnehmer verursachen. Daher lehnen wir als VÖL zusätzliche Verschärfungen des VKrG ab. Stattdessen fordern wir, im Rahmen der Finanzbildung Maßnahmen zu unterstützen, mit denen die Aufklärung der Verbraucher über eine verantwortungsvolle Kreditaufnahme und ein verantwortungsvolles Schuldenmanagement, speziell im Hinblick auf Kreditverträge, gefördert wird.